
Westwind und die Nachhaltigkeit
Zu unseren wichtigsten Motivationen für unsere Arbeit gehört die Bewahrung unseres Lebensraumes für nachkommende Generationen sowie die Förderung des Konzepts der Fahrradstadt Hamburg. Das Fahrrad als innerstädtisches Verkehrsmittel spart Ressourcen ein, braucht deutlich weniger Parkraum als ein Auto und ist sozial gerecht.
Verlängerung der Nutzungszyklen
Viele der Räder, die uns gespendet werden, sind älter als 10 Jahre. Das ist auch in etwa die durchschnittliche Nutzungsdauer, von der in der Fahrradbranche ausgegangen wird.
Doch ein Fahrrad kein theoretisch ein ganzes Leben lang halten, wenn es entsprechend gepflegt und gewartet wird. Darum führen wir bei allen Rädern komplette Inspektionen durch, was getauscht werden muss, wird getauscht. Kette und Ritzel, Bremsbeläge, manchmal auch Felgen und Tretlager sind die klassischen Reparaturen, die bei uns durchgeführt werden. Wenn die Räder fertig sind, können sie bei entsprechender Pflege, weitere 10 Jahre auf der Straße unterwegs sein.

Recycling
Nicht alle Räder können wir wieder auf die Straße bringen. Manchmal ist der Aufwand schlicht zu groß, oft lassen sich Sattelstütze und Vorbau nicht mehr bewegen. Dann werden die Räder - teils schweren Herzens - zerlegt. Noch nutzbare Komponenten lagern wir für die Weiternutzung ein. Metalle werden separat gesammelt und, getrennt nach Stahl und Alu, weitgehend sortenrein der Wiederverwertung zugeführt.
Insbesondere Aluminium ist ein gefragter Rohstoff auf dem weltweiten Markt. Die Produktion von einer Tonne Aluminium aus dem Rohstoff Bauxit erfordert einen Energieaufwand von mehr als 15 Megawattstunden. Das ist ein unglaublicher Energieaufwand. Dem gegenüber verbraucht die Wiedergewinnung dieses Rohstoffes gerade mal 5% gegenüber der Neugewinnung.
In der Fahrradwerkstatt fallen naturgemäß auch unglaubliche Mengen an verschlissenen Reifen und Schläuchen an. Das war auch für uns lange Zeit ein großes Problem, denn auch hier werden Rohstoffe eingesetzt, die man der Kreislaufwirtschaft zuführen könnte. Wir haben uns riesig gefreut, mit der Firma Bohle, bekannt durch die Reifenmarke Schwalbe, einen Partner gefunden zu haben, der ein entsprechendes Angebot auf den Markt brachte.
So führen auch wir Jahr für Jahr alte Reifen und Schläuche der Wiederverwertung zu. In folgendem kleinen Video wird der Prozess des Reifenrecyclings anschaulich erklärt:
Schwalbe stellt uns für die Sammlung von Altreifen Sammelboxen zur Verfügung, die dann per Spedition zum Recyclingunternehmen gebracht werden. Schon wieder Transportwege auf der Straße, schon wieder Emissionen durch Verbrennermotoren und Reifenabrieb.
Weil wir damit auch sparsam umgehen, vierteln wir die Reifen. So passen deutlich mehr Reifen in die Boxen. Auch das spart Ressourcen und ganz nebenbei Geld. Das führte anfangs zu Irritationen bei unseren Recyclingpartnern von Schwalbe, mittlerweile weist auch das Unternehmen alle Sammelstellen auf diese Einsparungsmöglichkeit hin.













